Herbstfahrt/ Herbstvater

Der einsame Herr machte sich auf
den Weg zu seinem Glück.
Warum?
(An dieser Stelle kommt meistens:
Das wusste er selbst nicht so genau.)
Doch dieser Herr, der wusste es,
denn er war: DER ALLWISSENDE

In all den verwirrenden Gassen,
zwischen wütenden Massen,
streunte er umher- wie ein nasser Hund,
ohne etwas in seinen Schlund zu kriegen,
lässt er sich nun von ihnen begaffen,
und ihn juckt es nicht mehr,
denn er ist hinter etwas anderem her.
Da schrien tausend Stimmen auf ihn ein,
die mussten wohl von den Häusern sein
„Du bist nicht mehr erwünscht,
pinkel uns nicht mehr ans Bein-
wir kriegen dich noch klein.“

Verzweifelt rennt er seinen Weg,
und findet sie schließlich zwischen all dem Geschrei.
Die höchste von ihrer Sorte.
Und als er gegen die klagende Pforte schlägt
und bittet um Asyl,
als er seine Hände gen Himmel hebt:
Da ist nichts, wohin er beten könnte.

Er schlägt das tote Fenster ein- dieses schreiet noch hell auf
und sieht schon den Altar,
er macht den Weg zur Klingenden hin
und erblickt schon das Seil…

Die Glocke bimmelt und ruft:

GOTT IST TOT

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